• Chris

Mastektomie und Spacer-Einsatz Teil 6 – 1 Monat nach der OP

30. Januar 2021 so schnell rennt die Zeit und die OP ist schon wieder einen Monat her.

Ein Monat in dem ich nun schon ohne weibliche Brust lebe. Ein Monat in dem ich endlich frei umher laufen kann ohne darüber nachdenken zu müssen ob jemand meine Brust sehen könnte. Ein Monat seitdem ich meinem Ziel, dem richtigen Körper, nähergekommen bin.

Das Hämatom an meiner Brust ist schon gut zurück gegangen. Es ist zwar noch zu sehr aber es wird immer weniger. Jeden Abend reinige ich den Spacer und so langsam fühle ich mich wie ein Krankenpfleger. Bei dem ganzen Verbandsmaterial was jetzt alles in meinem Wohnzimmer steht, welches ich jeden Abend benutze ist das aber auch kein Wunder.

Mittlerweile nutze ich auch nicht mehr den normalen Verband, sondern nutze „Haftverband“ und verbinde nur an den Enden vom Spacer. Dadurch ist es deutlich angenehmer im Alltag. Außerdem kühle ich jeden Abend den Arm und die Brust nachdem ich den Spacer gereinigt habe.

Ich komme super mit dem Spacer klar und kann meinen Arm immer mehr „normal“ einsetzten. Bei der Feuerwehr hatte ich auch schon meinen ersten Einsatz nach der OP und es hat alles super geklappt, ohne dass ich Probleme hatte.

Die Schwellungen gehen auch richtig gut weg. Vor allem am Ende der Narben, unterhalb der Axeln, hatte ich noch eine deutliche Schwellung und das sah etwas komisch aus. Mittlerweile ist diese so gut wie weg und es sieht fast wieder so aus wie früher (bis auf die Tatsache, dass da eine Narbe ist).

Alles in allem bin ich mega zufrieden mit dem OP-Ergebnis und fühle mich super wohl. Mein Selbstbewusstsein ist wieder deutlich gestiegen. Außerdem hat sich der Hormonspiegel durch die OP verendet, da das weibliche Hormon Östrogen auch mit der weiblichen Brust zusammenhängt. Seitdem die weibliche Brust nun weg ist beginnen die Haare auch auf meiner Brust und am Bauch mehr zu wachsen. Man kann allgemein sagen, dass die Körperbehaarung seit der OP zugenommen hat.

Am meisten freue ich mich darauf endlich oberkörperfrei schwimmen gehen zu können, also so wie jeder „normale“ Junge in Badehose und ohne Binder.


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